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08.02.06: Sinnvolle schulische Angebote erhalten! Jetzt stehen die Stadtverordneten in der Verantwortung! Nachdem alle Versuche gescheitert sind, die Hessische Kultusministerin zu bewegen, die pädagogisch unsinnige Entscheidung, die gymnasiale Oberstufe an der Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS) zu schließen, zu überdenken und zu revidieren, stehen jetzt die Wiesbadener Stadtverordneten in der Verantwortung. Artikel 7, Absatz 3, des so genannten “3. Gesetzes zur Qualitätssicherung an Schulen” sieht die Möglichkeit vor, dass bei Unterstreiten der durchschnittlichen “Richtwerte” schulische Angebote fortgeführt werden können, “wenn die Schulträger dem Land die aufgrund der niedrigen Klassenfrequenzen zur notwendigen Unterrichtsabdeckung zusätzlich entstehenden Personalkosten …erstatten”. Auf diese - gegenwärtig offenbar einzig verbleibende - Möglichkeit stützt sich der Antrag der Fraktion Linke Liste zur Sitzung des Stadtparlamentes am Donnerstag nächster Woche (16. Februar 2006). Die Linke Liste meint, dass die gymnasiale Oberstufe der WLS ein sehr wertvolles und deshalb unverzichtbares schulisches Angebot ist, um mehr Schüler/innen in Wiesbaden und insbesondere in AKK zu einem höheren Bildungsabschluss zu führen. Entsprechendes gilt auch für die Förderstufe der Gustav-Stresemann-Schule und die Kellerskopfschule. Da sich die Anmeldezahlen zur Jahrgangsstufe 11 in der WLS innerhalb weniger Jahre gut verdoppelt haben, bereits in der jetzigen Jahrgangsstufe 11 der “Richtwert” von 50 Schüler/innen pro Jahrgang deutlich überschritten wird und dies auch für das kommende Schuljahr - mit steigender Tendenz - erwartet werden kann, können in diesem Fall seitens des Landes noch nicht einmal “zusätzlich entstehende Personalkosten” geltend gemacht werden. Die Entscheidung, diesen Weg zu gehen, liegt nun am 16. Februar 2006 bei den 81 Stadtverordneten der Landeshauptstadt Wiesbaden. Dann wird sich zeigen, ob die im Schulausschuss gezeigte große Einmütigkeit tatsächlich gegeben ist oder ob es sich vielleicht nur um Lippenbekenntnisse gehandelt hat. Alle, denen am Erhalt der gefährdeten schulischen Angebote gelegen ist, sollten dies jetzt noch einmal deutlich wahrnehmbar bekunden. Dann wird es für die Oberstufe der WLS, die Förderstufe der Gustav-Stresemann-Schule und die Kellerskopfschule eine Zukunft geben.
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