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Linke Liste: FH-Studie zur Wahlbeteiligung ist nicht repräsentativ und teilweise sachlich falsch
Die Linke Liste kritisiert die von der Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden vorgestellte Studie zur „Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie am Beispiel der Stadt Wiesbaden von 1945 bis heute“ (Die lokale Presse berichtete.) als unvollständig und nicht repräsentativ.
Wie die Autoren selbst feststellen ist die Menge der Befragten mit 281 Personen äußerst „bescheiden“. Die Einschätzung, dass die Repräsentativität durch die Durchführung an neuralgischen Punkten in Wiesbaden erfüllt sei, ist methodisch äußerst fragwürdig.
Dass die Schlussfolgerung aus der Studie „Typischer Nichtwähler = weiblich und zwischen 18 und 29 Jahren“ nicht zutrifft, zeigt dann auch ein Blick in die Wahlanalyse zur Kommunalwahl 2006: Während 40,6% der wahlberechtigten Frauen ihre Stimme abgaben, waren es dagegen nur 39,7% der Männer.
Bei der letzten OB-Wahl 2007 gaben 25,9% der Frauen gegenüber 25,6% der Männer ihre Stimme ab.
In Bezug auf die Interviews mit ehemaligen oder aktiven Stadtpolitikern und Dezernenten muss darauf hingewiesen werden, dass die Fraktion Linke Liste, sowie die Fraktion der Republikaner nicht einmal Erwähnung finden.
Es wurden lediglich Fraktionsgespräche mit SPD-, CDU- und BLW-Vertretern durchgeführt, Vertreter der Grünen- und der FDP-Fraktion standen nach Angaben der Verfasser nicht für ein Gespräch zur Verfügung. Eine entsprechende Anfrage an die Linke Liste gab es nicht.
In der chronologischen Zusammenstellung wird die Linke Liste fälschlicherweise als „PDS-Ableger“ bezeichnet. Auch die Aussage, dass die 5%-Hürde erst zur Kommunalwahl 2006 wegfiel ist unzutreffend.
Alles in allem ist die Studie teilweise sachlich schlicht falsch und weder die Bürgerbefragung noch die Fraktionsgespräche repräsentativ.
Es ist zweifelhaft, ob eine so durchgeführte Studie in der Lage ist den Rückgang der Wahlbeteiligung zu erklären. Hartmut Bohrer, Fraktionsvorsitzender
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