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Sorge um ESWE-Bad berechtigt
Die Sorge des Schwimmvereins Delfin und der Initiative für den Erhalt des ESWE-Bades hält die Fraktion Linke Liste Wiesbaden für berechtigt. Die sportpolitischen und planungspoltischen Entscheidungen der letzten Zeit geben Anlass zur Sorge. Kommerzielle sportliche „Events“ wie Half-Ironman und Straßenradrennmeisterschaft, die trotz Doping-Thematik, Werbeeinnahmen und privaten Profitinteressen mit hunderttausenden Euro von den Magistratsparteien aus der Stadtkasse „gesponsert“ werden, stehen einem Investitonsstau bei Schulsporthallen (z.B. bei Hermann-Ehlers-Schule und Elly-Heuss-Gymnasium) gegenüber.
Von einem vielfach versprochenen Neubau eines Hallenbades mit 50-m-Becken ist weit und breit nichts zu sehen, während das ESWE-Bad u.a. durch die Veränderung des Flächennutzungsplanes gefährdet wird. Alle Magistratsparteien (auch die SPD) haben der mit dieser verbundenen Überplanung des ESWE-Bad-Bereiches zugestimmt. Nur Linke Liste und Bürgerliste stimmten im Stadtparlament dagegen. Deswegen sollten sich die Bürgerinnen und Bürger auch nicht zu sehr auf die „Wachsamkeit“der SPD (Aussage des sportpolitischen Sprechers der SPD, David) verlassen. Es sei daran erinnert, dass erst ein Bürgerbegehren mit über 25000 Unterschriften das ESWE-Bad rettete.
Die nächste Gefahr für das ESWE-Bad sieht die Fraktion Linke Liste in der Absicht der Magistratsparteien die Schwimmbäder in Form einer „Bädergesellschaft“ zu privatisieren und damit nahezu jeglicher Kontrolle der parlamentarischen Opposition und der Bürgerschaft zu entziehen.
Mechthilde Coigné, sportpolitische Sprecherin der Linken Liste Hartmut Bohrer, Fraktionsvorsitzender
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