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29.03.2001: Republikaner dürfen für
demokratische Parteien keine Mehrheitsbeschaffer im Stadtparlament sein
Auf ihrer ersten
Vollversammlung nach den Kommunalwahlen beschäftigte sich die Linke Liste mit
dem Wahlergebnis. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass es angesichts
der kurzen Zeit seit Gründung der LiLi und dem relativ geringen
Bekanntheitsgrad der Kandidatinnen und Kandidaten – vom Kasteler Ortsvorsteher
Hartmut Bohrer und anderen AUF-Ortsbeiratsmitgliedern abgesehen – es als
Erfolg anzusehen ist, auf Anhieb mit 1,7 % der Wählerstimmen den Einzug ins
Rathaus geschafft zu haben.
Es wurde eine „außerparlamentarische
Gruppe“ der LiLi gebildet, die die LiLi-Fraktionsarbeit unterstützen wird, um
den hohen Erwartungen an eine Fraktion in einer Stadt mit 26 Ortsbezirken
und zahlreichen Politikfeldern gerecht zu werden. Die bisher bereits gebildeten
Arbeitskreise der LiLi führen ihre Arbeit weiter. Eine neu gebildete
Arbeitsgruppe soll bis zur nächsten Vollversammlung Vorschläge für die künftige
Struktur und Entwicklung der LiLi erarbeiten.
Ein wesentlicher Teil der Diskussion auf
der ersten LiLi-Vollversammlung war der Frage gewidmet, wie - besonders
angesichts der neuen Mehrheitsverhältnisse im Stadtparlament - der Einfluss der
sogenannten „Republikaner“ auf Entscheidungen in der
Stadtverordnetenversammlung ausgeschaltet werden kann und ihr undemokratisches
Wesen offengelegt wird.
Die MitstreiterInnen der LiLi werden, so ein Fazit
der Diskussion, durch entsprechende Aktivitäten inner- und außerhalb des
Parlaments immer wieder ins Bewußtsein der Öffentlichkeit rücken, dass die
Programmatik der sogenannten Republikaner mit dem Grundgesetz nicht vereinbar
ist. Die anderen Fraktionen im Stadtparlament werden aufgefordert eine genau so
klare Position zu beziehen.
Konkret schlägt die Linke Liste Wiesbaden allen
anderen demokratischen Fraktionen vor, auf der konstituierenden Sitzung am 26.
April bei der Festlegung der Größe der Ausschüsse die Zahl der
Ausschussmitglieder auf 8 festzulegen und damit zu erreichen, dass die Reps in
keinem Fall durch ihr Stimmverhalten Einfluss auf Entscheidungen von Ausschüssen
haben.
Die Fraktion LiLi wird dazu entsprechende Aktivitäten unternehmen.
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