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10.03.2003: Olympische Spiele am Bannwald am Fort Biehler
Mit großer Verwunderung erfuhr die Fraktion Linke Liste im Wiesbadener Rathaus von den Plänen der Stadt, im Rahmen der Bewerbung von Frankfurt für die Olympischen Spiele 2012 im Bereich von Fort Biehler einen Vielseitigkeits-Parcour für Reiter anzulegen. Unter dem Titel “Olympiapark Wiesbaden - Vielseitigkeitsreiten Erbenheimer Warte” ist offensichtlich geplant, große Teile Gelände rund um Fort Biehler einer solchen Veranstaltung zu opfern.
Nun mag die Haltung zu Großveranstaltungen zur Ankurbelung von Tourismus und Konsum, kombiniert mit Schüren von nationalistischen Denkweisen, wie es “Olympische Spiele” heutzutage sind, unterschiedlich sein; im konkreten Fall besonders verwerflich ist, dass die Stadt seit Monaten nur hinhaltende Aussagen auf Anfragen von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie des Kasteler Ortsbeirats lieferte, was denn nun mit dem Gelände geplant sei. Die Besorgnis, dass durch die Hintertür doch die ursprünglich von der Stadt angedachte Errichtung eines Gewerbegebietes für Betriebe mit besonders hoher Emmissions- und Lärmbelastung komme, wurde so nicht ausgeräumt.
Dass nun u.a. im Bereich eines “Bannwaldes” massive Eingriffe (Zufahrten, Aufbauten, Tribünen, Infrastruktur etc.) stattfinden sollen, wurde bislang in keiner Weise mit den örtlichen Verantwortlichen oder Betroffenen erörtert.
Neben den Belastungen bis hin zu den und während der Olympischen Spiele stellt sich die für die Zukunft von Fort Biehler entscheidende Frage, was denn NACH diesem kurzen Medien-Spektakel mit all diesen Investitionen geschieht: Und da rückt die Drohung eines Gewerbegebietes wieder in greifbare Nähe: All die Investitionen könnten ja wohl nicht ungenutzt bleiben, wird die “Argumentation” wahrscheinlich lauten ...
Die Fraktion Linke Liste ist nicht nur aus ihrer grundsätzlichen Ablehnung gegenüber Olympischen Spielen in Rhein-Main, sondern vor allem aus Sorge um die Zukunft von Fort Biehler entschieden gegen diese Pläne; sie erwartet vor allem, dass umgehend die Betroffenen und die gewählten Gremien vor Ort über die Pläne und deren Reichweite informiert werden.
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