23.08.2002: LiLi unterstützt Protest gegen Wahlkampfauftritt der NPD in Wiesbaden
Mit Entsetzen nehmen wir zur Kenntnis, dass es der NPD offensichtlich gelingen konnte ohne nennenswerte Widerstände der einzelnen Kommunen zu "Wahlkampfveranstaltungen" quer durch Hessen mit Ansprachen ihres Bundesvorsitzenden Udo Voigt aufzurufen. Auch in Wiesbaden ist eine derartige NPD-Veranstaltung am Dienstag den 27.08.02 um 18:00 Uhr auf dem Mauritiusplatz von der Stadtverwaltung anstandslos genehmigt worden, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass die NPD eben keine normale Partei ist, sondern nachweislich eindeutig verfassungsfeindliche und volksverhetzende Ziele verfolgt. Gerade in den 90-er Jahren ist die NPD verstärkt zum Sammelbecken für ehemalige Mitglieder von mittlerweile verbotenen neonazistischen Organisationen wie FAP und NF geworden. Auch über Verbindungen der NPD zu extrem militant auftretenden "freien Kamaradschaften" gibt es mittlerweile genügend detailierte Recherchen.
Wir unterstützen daher den Aufruf antifaschistischer Gruppen, keine NPD-Kundgebung in Wiesbaden hinzunehmen und fordern alle Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger auf, sich am Dienstag den 27.08. um 17:00 Uhr auf dem Mauritiusplatz einzufinden und entschieden ihren Protest gegen die NPD-Kundgebung zum Ausdruck zu bringen. In Wiesbaden darf kein Platz sein für nazistische Propaganda sowie rassistische und antisemitische Hetze jeglicher Art.
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