11.10.2002: Veranstaltung "Sendeanlagen im Stadtgebiet: unvermeidlich?"

 

Unter der Frage "Sendeanlagen im Stadtgebiet: unvermeidlich?" veranstaltet die Fraktion Linke Liste Wiesbaden am 17.10.2002 im Bürgersaal Westend, Blücherstraße 12-14 um 19.30 Uhr eine Informations- und Diskussionsveranstaltung für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

 

Unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen besagen, dass schon bei wesentlich geringeren Strahlungswerten als in der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (bereits vor 6 Jahren verabschiedet) zugelassen insbesondere zu sogenannten athermische Effekten wie Veränderungen der Zellmembran, der Übertragung physikalisch-chemischer Signale und der Erzeugung von Zellwucherungen kommt. Risikogruppen sind vor allem Kinder, Senioren und Personen, die gesundheitlich bereits gefährdet sind.

 

Deshalb forderte die Fraktion Linke Liste, dass der Magistrat für die Verpachtung städtischer Liegenschaften zur Errichtung weiterer Mobilfunksendeanlagen strikte Auflagen erhält. Schulen, Kindergärten, andere Einrichtungen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeeinrichtungen sowie die dazu gehörigen Grundstücke dürfen dafür nicht zur Verfügung stehen.

 

Beispiele für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger gegen die Strahlenquellen gibt es inzwischen auch in Wiesbaden: Eine Bürgerinitiative in Nordenstadt verhinderte die Aufstellung einer Sendeanlage in einem Wohngebiet; in Sonnenberg wurde die Aufstellung auf dem dortigen Bürgerhaus in unmittelbarer Nachbarschaft von Kindereinrichtungen gestoppt.

 

Jüngste Gerichtsurteile zu Mobilfunksendeanlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden oder in Eigentümer-Wohnanlagen machen Hoffnung, dass Widerstand möglich und erfolgreich sein kann. Die Fraktion Linke Liste hat Dietmar Freund, Rechtsanwalt aus Bruchköbel, als Referenten gewinnen können.

 

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