|
09.06.2004: Teilerfolg - Gebühren für Nutzung der Stadtbücherei ausgesetzt Als einen vorläufigen Erfolg wertet die Fraktion Linke Liste, dass die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 3. Juni die Einführung einer Bibliotheksgebühr von der Tagesordnung nahmen und somit vorläufig verhindert wurde, dass der Besuch in der Stadtbücherei mit einem jährlichen Entgelt von 10 Euro bestraft wird. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen 2004/2005 hatten die Verantwortlichen im Rathaus diese weitere Möglichkeit ersonnen, den Bürgerinnen und Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Es heißt jedoch wachsam zu sein: Gut möglich, dass es sich nur um einen Aufschub wegen unzureichender Vorbereitungen gehandelt hat. Gelten soll diese Regelung für Personen, die älter als 18 Jahre sind; bringen soll das Ganze der Stadt im Jahr etwa 200.000 Euro. Dass dies eine Milchmädchen-Rechnung ist, dürfte auch in der Verwaltung schnell begriffen werden: Nicht nur, dass zur Durchführung eine gewaltige Menge an bürokratischem Aufwand zu leisten ist (Datenerfassung, entsprechende Ausweise, Kontrollmaßnahmen etc.): Die schlimmste Konsequenz, und dies gerade nicht nur unter finanziellen Aspekten: Es werden weniger Menschen das Angebot der Stadtbücherei nutzen, weil damit ihr Geldbeutel belastet wird! Folge: Geringere Einnahmen als erwartet, gleichzeitig eine Verringerung des Bildungsniveaus bei Erwachsenen. Im Hinblick auf Pisa und ähnliche Studien ist dies schlicht unverantwortlich. Bleibt nur der deutliche Hinweis: Menschen unter 18 Jahren, also z.B. Söhne und Töchter, zahlen (noch) nichts, wenn sie die Bücher holen!
>> zurück zur Übersicht "Pressemitteilungen"
|