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"Nagelprobe für die Politik" nicht bestanden: Wiesbadener Mehrheit belässt es bei wirkungsloser Bitte um Moratorium. - Pressemitteilung von Hartmut Bohrer und Jürgen Becker von der Fraktion Linke Liste Wiesbaden
Wiesbaden, den 12. Februar 2007
Nach der Entscheidung des Aufsichtsrates der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden am 9. Februar ist es offensichtlich: Mit der höflichen Bitte um einen Aufschub, bis wichtige Fragen geklärt seien, durch seinen Beschluss am 8. Februar blieb das Wiesbadener Stadtparlament erfolglos.
Während sich in Mainz die Vertreter der Grünen als einzige parlamentarische Kraft gegen den Neubau eines Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue aussprachen, standen in Wiesbaden die Fraktionen der Linken Liste (Antrag "Stopp für Kohlekraftwerkspläne") und der BLW, die sich diesem Antrag anschloss, alleine. Die SPD enthielt sich, CDU, FDP und die Wiesbadener Vertreter der Partei der ehemals Grünen stimmten gegen die Ablehnung eines Kohlekraftwerkbaus.
Jürgen Becker, Stadtverordneter, Linke Liste, hatte es in seiner Rede zum Antrag vorhergesagt: "An dieser energiepolitischen Richtungsentscheidung wird sich zeigen, ob Klimaschutz nur in Sonntagsreden gepredigt oder auch in der Praxis umgesetzt wird."
Die Linke Liste lehnt den Neubau eines Steinkohlekraftwerks in Mainz weiterhin ab. Sie hat einen Katalog von Alternativen zu umweltschädlicher Energieerzeugung vorgelegt:
Die
Linke Liste wird sich weiter an allen Aktivitäten zur Verhinderung des
Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue beteiligen: Wenn wir die katastrophalen
Folgen des Klimawandels vermeiden oder zumindest reduzieren wollen, muss die
Energieversorgung zügig umgebaut werden. Statt neuer Kohlekraftwerke brauchen
wir einen Ausbau erneuerbarer Energien und Investitionen in effiziente
Energienutzung. Hartmut
Bohrer, Fraktionsvorsitzender
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