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17.06.01: Elternwille respektieren -
Positive Entwicklung der Wilhelm-Leuschner-Schule sichern Zur Beschlussfassung in der Wiesbadener
Stadtverordnetenversammlung hat die Fraktion Linke Liste (LiLi) Wiesbaden
folgenden Antrag eingebracht:
Es
werden umgehend durch die Stadt Wiesbaden die Voraussetzungen geschaffen
a)
für die Herstellung und Einrichtung von zusätzlichen Räumen an der
Wilhelm-Leuschner-Schule, die dem gewachsenen Bedarf und den in den nächsten
Jahren zu erwartenden Schülerzahlen entsprechen, und
b)
für die Errichtung einer weiteren Integrierten Gesamtschule im innerstädtischen
Bereich.
Hintergrund
für den ersten Teil des Antrages ist die anhaltende positive Entwicklung der
Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS) sowohl im Mittelstufenbereich wie in der
gymnasialen Oberstufe der WLS. Gegenüber dem Vorjahr wird es im nächsten
Schuljahr 6 zusätzliche Klassen geben. In den folgenden Schuljahren ist mit
einer Zunahme um weitere 12 Klassen zu rechnen. Während die Zunahme im
kommenden Schuljahr durch den Abschluss der Raumsanierungen noch aufgefangen
werden kann, müssen im Sommer nächsten Jahres zusätzliche Räume zur Verfügung
gestellt werden. Durch entsprechende Umbauten auf dem Gelände der WLS ist dies
auch möglich. Benötigt wird dazu allerdings Geld und der politische Wille im
Wiesbadener Stadtparlament und im Magistrat.
Der
zweite Teil des Antrages trägt dem Umstand Rechnung, dass auch die anderen
Integrierten Gesamtschulen (IGS) in Wiesbaden in den letzten Jahren verstärkt
Zulauf erfahren. Eine immer größer werdende Zahl von Eltern bzw. Kindern
werden bei ihrem Wunsch eine IGS zu besuchen abgewiesen. Nicht nur werden bei
der IGS Helene-Lange-Schule erheblich mehr abgewiesen als aufgenommen, es gibt
sogar Eltern, die an keiner IGS Platz für ihr Kind finden.
Die
beiden genannten Probleme dadurch zu lösen, dass in AKK eine weitere IGS
errichtet wird - wie es offenbar die Schuldezernentin vorhat - ist bei Kenntnis
der Sachlage völlig abwegig. Eltern bzw. Kinder, die in der Nähe der IGS
Kastellstraße wohnen oder nicht an der IGS Helene-Lange-Schule ankommen, werden
sich ganz überwiegend nicht nach AKK schicken lassen. Und die positive
Entwicklung der WLS, die viele mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen, zu gefährden,
in dem man vor Ort eine konkurrierende IGS eröffnet, kann doch wohl nicht
ernsthaft gewollt sein.
Zur Lösung beider Probleme, zusätzliche Räume für die WLS und Errichtung einer neuen IGS zentral für Wiesbaden, bedarf es des gemeinsamen Engagements vieler, insbesondere von Eltern und anderen interessierten Bürgerinnen und Bürgern.
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