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01.03.02: Fußgängersicherheit immer erst nach Verletzten?
Laut Wiesbadener Kurier vom 25. Februar 2002 kam es unlängst im Bereich der Beruflichen Schulen (Welfenstr./Brunhildenstr.) zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Jugendlicher erhebliche Verletzungen erlitt. Nicht zum erstenmal wurden danach Forderungen von den Berufsschulleitungen, den BerufsschülerInnen und den Eltern nach wirksamen Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit an die städtische Verwaltung herangetragen. Die Linke Liste Wiesbaden hatte Anfang Februar 2002 bei der Stadtverwaltung nachgefragt, warum keine Tempo-30-Regelung für den Bereich um die Beruflichen Schulen eingeführt wird. Verkehrsdezernent Stadtrat Prof. Dr. Pös gab schriftlich zur Antwort (kann bei der LiLi angefordert werden), dass er keine "zwingende Notwendigkeit eines Tätigwerdens der Straßenverkehrsbehörde" sieht. Begründung: Die VerkehrsteilnehmerInnen gehören einer Altersklasse an, der man durchaus nicht mehr die geregelte Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr erläutern muss. Und zweitens sei es die Erfahrung, dass bei Tempo 30 an nicht geeigneten Stellen ständig die Versuchung bestehe, schneller zu fahren und die Verkehrsdisziplin der anderen Verkehrsteilnehmer geringer werde. Mit einer solchen Geisteshaltung werden von diesem Verkehrsdezernenten wohl kaum wirksame Impulse für die Verbesserung der Situation im Bereich des Berufsschulzentrums Wiesbaden zu erwarten sein. Wir fordern, dass Magistrat und Oberbürgermeister Diehl, auch angesichts der von den BerufsschülerInnen überreichten 1000 Unterschriften, die zuständigen Ämter anweisen, umgehend die erforderlichen Maßnahmen zur Verkehrssicherheit durchzuführen. Gebraucht werden nicht immer neue Argumente, warum etwas nicht geht. Lösungen müssen mit den Betroffenen gefunden werden. Die Linke Liste Wiesbaden steht als Partnerin in diesem Prozess zur Verfügung.
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