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Fraktion Linke Liste protestiert gegen die Fortsetzung menschenverachtender Abschiebungspraxis
Erneut wird ein Mitbürger, der bereits seit über 10 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland unbescholten lebt, von Abschiebung bedroht. Es handelt sich um den aus Sri Lanka stammenden Kanakalingam Chantrasekaran. Obwohl seine ebenfalls aus Sri Lanka stammende Ehefrau, die bislang noch “geduldet” ist, schwer erkrankt ist und seiner Unterstützung bedarf, soll Herr Chantrasekaran jetzt die Bundesrepublik “freiwillig” verlassen. Sollte die Ausreise nicht “freiwillig” erfolgen und die Ausländerbehörde “gezwungen” sein, ihn abzuschieben, verliere er - wie üblich - das Recht, wieder in die Bundesrepublik einreisen zu dürfen. Herr Chantrasekaran war im Jahre 1993 in die BRD eingereist und hatte die Anerkennung als Asylberechtigter beantragt. Diese war ihm verwehrt worden. Bis Anfang des Monats November 2004 galt die “Duldung” der Ausländerbehörde.
Der Stadtverordnete Hartmut Bohrer, Fraktion Linke Liste, protestiert gegen diesen neuerlichen Fall menschenverachtender Abschiebpraxis. Die wiederholten Ankündigungen von “humanen Lösungen” bei Menschen, die seit vielen Jahren unbescholten in Wiesbaden leben, sind als Ausreden zu werten, um die unchristliche, undemokratische und unsoziale Abschiebepraxis zu bemänteln. Proteste in der Öffentlichkeit und die Berichterstattung in den Medien haben allerdings immer wieder zu Ausnahmen bei dieser Praxis geführt. Darauf hofft die Fraktion Linke Liste auch in diesem Fall.
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