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Redebeitrag der Stadtverordneten Mechthilde Coigné zum TOP 7 „Grundlagen für erstklassigen Volleyball in Wiesbaden erhalten “ in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 10. Mai 2007 (Es gilt das gesprochene Wort.)
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren,
der Volleyball Club Wiesbaden (VCW) hat mit seiner Frauenmannschaft den Aufstieg in die 1. Bundesliga unter den jetzigen Bedingungen geschafft und gehalten. Der Männermannschaft des TuS Eintracht Wiesbaden 1846 ist der Aufstieg in die 1. Bundesliga ebenfalls gelungen. Das sind berechtigte Gründe zur Freude. Aber die Landeshauptstadt Wiesbaden kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht eine Blanko-Zusicherung geben, dass diese Mannschaften hier für die Saison 2008/2009 eine bundesligataugliche Halle vorfinden. Die Stadtverordnetenversammlung sollte verschiedene Möglichkeiten prüfen lassen, aber im Interesse auch aller Sporttreibenden noch keine Zusagen treffen. In seiner letzten Sitzung erst beauftragte der Ausschuss für Freizeit und Sport die Verwaltung, Wiesbadens Hallen auf Sanierungsbedarf zu überprüfen und bei der Erfassung der überdachten Hallen und Räume auch einen Öko-Check durchzuführen. Auch diese Ergebnisse sollten mit in die Entscheidungsgrundlage für ein nächstes größeres Hallenobjekt sein. Wir müssen das sportliche Gesamtangebot für die Wiesbadener Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen. In Wiesbaden fehlt es an Sporthallen und –plätzen. Zuerst sollte die Kommune die Grundbedürfnisse für den Wiesbadener Sport erfüllen und erst dann über die Erfüllung von Sonderwünschen nachdenken.
Wie sich dieser Mangel in der Praxis auswirkt möchte ich an dieser Stelle am Beispiel Kostheim aufzeigen: Eine kleine Turnhalle muss saniert werden. Für die monatelange Renovierungszeit fällt Sportunterricht für Grundschüler/innen aus oder es kann nur im Freien improvisiert werden. Vereine können nicht trainieren oder nur eingeschränkt Turnierspiele veranstalten. Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten.
Meine Damen und Herren, wir möchten nicht nur Zuschauer/innen bei Bundesligaspielen sein, sondern eine aktiv sporttreibende Gesellschaft. Wir werden deshalb dem vorliegenden Antrag in den Unterpunkten 1 und 2 nicht zustimmen und bitten deshalb um getrennte Abstimmung des Unterpunktes 3, dem wir zustimmen werden.
Mechthilde Coigné sportpolitische Sprecherin
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