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Nach dem Stadtrat Bendel zu den Fragen Stellung genommen hatte (siehe Artikel aus dem Wiesbadener Tagblatt), stimmte der Stadtverordnete Hartmut Bohrer dem Vorschlag der Stadtverordnetenvorsteherin zu, den Antrag für durch Aussprache erledigt zu erklären.
Auskunft über Planungen zur Schließung der AKK-Rettungswache in Mainz-Kostheim
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat möge zu folgenden Fragen berichten:
Trifft es zu, dass es Überlegungen bzw. Planungen gibt, den Standort der Rettungswache AKK in Mainz-Kostheim zu schließen und Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel von einem neuen Standort aus rettungsdienstlich zu versorgen?
Wenn ja, ist geprüft worden, ob vom neuen Standort aus, die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von 10 Minuten eingehalten werden kann?
Werden die gegebenfalls von einer Verlegung der Rettungswache betroffenen Ortsbeiräte sowie die Stadtverordnetenversammlung vor Beschlussfassungen hierzu (z.B. Veränderung des Bereichsplanes) beteiligt?
Wiesbadener Tagblatt vom 18.02.2006 - "Rettungswache Süd eine Verbesserung"
Stadt
will in Kasteler Neubau die Sanitätsdienste aus Kostheim und Biebrich
zusammenziehen Ihre dritte Rettungswache will die Stadt Wiesbaden in der Nähe der an der Wiesbadener Straße in Kastel stationierten Berufsfeuerwehr einrichten. Sie soll die Bezeichnung Rettungswache Süd tragen und vom Arbeiter-Samariter-Bund sowie von den Johannitern gemeinsam betrieben werden.
In der neuen Station soll die bisherige Wache des Arbeiter-Samariter-Bundes in Kostheim am Mainzer Weg sowie die Wache im alten Biebricher Feuerwehrgerätehaus aufgehen. Der für das Gesundheitswesen zuständige Stadtrat Detlev Bendel (CDU) bestätigte auf Anfrage Informationen, die im Kostheimer Ortsbeirat für große Unruhe gesorgt hatten, sprach aber von einer "echten Verbesserung" für die südlichen Stadtteile. Da die Pläne noch am Reifen seien, könne die Stadtteilvertretung noch nichts wissen. "Ich werde nichts Spekulatives in den Beirat tragen", sagte Bendel. Mit den Johannitern und dem Arbeiter-Samariter-Bund habe die Stadt eine Vereinbarung getroffen. Vom neuen Standort aus könnten die Sanitäter innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist von zehn Minuten bis zur Einsatzstelle Kostheim "bis in die hinterste Ecke" mühelos erreichen. Zuständig seien die Rettungssanitäter einer künftigen "Rettungswache Süd" für die Orte an der Rhein- und Mainschiene von Schierstein bis Kostheim. Nach dem bislang geltenden Bereichsplan, der die Rettungsstellen-Infrastruktur beschreibt, verfügt die Stadt über zwei Stationen, die den Status von Rettungswachen haben. Eine davon steht in der Flachstraße und wird vom Roten Kreuz betrieben, die andere befindet sich an der Biebricher Straße in der Regie des Arbeiter-Samariter-Bundes. Die Zusammenarbeit der Rettungsorganisationen werde neu geregelt werden, sagte der Stadtrat. Die großen Kooperationslinien verliefen künftig zwischen dem Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst sowie zwischen dem Arbeiter-Samariter-Bund und den Johannitern. Wegen einer unkomplizierten Hallenbauweise könnte die geplante Rettungswache Süd im Frühjahr 2007 ihren Betrieb aufnehmen, vorausgesetzt jedoch, dass die Stadt ein geeignetes Grundstück findet, das auch im Gewerbegebiet Petersweg liegen könnte. Notärzte würden auf den Rettungswachen nicht stationiert. Sie seien an das städtische Horst-Schmidt-Klinikum sowie an das St. Josefs-Hospital angebunden. Mit dem Neubau einer Rettungswache Süd wolle die Stadt den im Notfallwesen Tätigen einen professionellen Rahmen für ihre Arbeit bieten. Die Rettungsdienste im Wiesbadener Stadtgebiete seien schon heute sehr gut. Sie schafften bei 96 Prozent aller Einsätze die Zehn-Minuten Frist und hielten damit einen Rekord in ganz Hessen. Zugegebenermaßen seien die Vorgaben in einer Großstadt einfacher zu erreichen als auf dem flachen Land, fügte der Gesundheitsdezernent an. Was aber in Kostheim bislang Wache genannt werde, verfüge nicht einmal über den Status einer Nebenrettungswache, sondern sei ein Vereinshaus mit Garage, das der Arbeiter-Samariter-Bund bestimmt besser nutzen könne. Die Station in Biebrich sei zwar Nebenwache, leide aber unter dem Mangel, dass sie nicht groß genug sei, um moderne Rettungsfahrzeuge aufzunehmen. So müsse eines der beiden dort stationierten Autos ständig draußen stehen, was bei Wind und Wetter die Arbeit der Sanitäter auch nicht gerade sonderlich erleichtere.
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