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Auswirkungen
der von CDU und FDP vorgeschlagenen Senkung der Gewerbe- und Grundsteuer auf den
städtischen Haushalt – 19.07.01 Wie hoch ist das derzeitige Aufkommen an Gewerbe- und Grundsteuer in der Landeshauptstadt Wiesbaden (Rechnungsergebnisse 1999 und 2000, Schätzung für 2001), und um welchen Betrag wird die von den Fraktionen CDU und FDP vorgeschlagene Steuersenkung die jährlichen Einnahmen im städtischen Haushalt hinsichtlich dieser beiden Steuern mindern? (Angaben bitte getrennt für beide Steuern darstellen.) Wie hoch sind die Kosten für die verwaltungsmäßige Umsetzung der Gewerbesteuersenkung sowie der Grundsteuersenkung? (Angaben bitte getrennt für beide Steuern darstellen.) Wie hoch ist der Anteil der Unternehmen, die einen Gewerbesteuermessbetrag von mehr als 1.340,00 DM ausweisen, an allen Unternehmen in der Landeshauptstadt Wiesbaden? Welchen prozentualen Anteil an der Gewerbesteuer haben Unternehmen mit einem Gewerbesteuermessbetrag bis zu 1.340,00 DM?
Zusammengefasste
Antwort / Bewertung LiLi: Die
Stadtkämmerin, Frau Vittoria, informierte wie folgt:
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Die stufenweise Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes führt 2002 zu
Hauhaltsmindereinnahmen von rund 6 Millionen Mark und ab 2003 von jährlich rund
12 Millionen Mark.
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Die Grundsteuerhebesatzsenkung hat in 2002 Mindereinnahmen von 5
Millionen Mark und ab 2003 von rund 11 Millionen Mark zur Folge.
Der
Stadt Wiesbaden stehen also ab dem Jahre 2003 jährlich 23 Millionen Mark
weniger für Stadtgestaltungs- und -erhaltungsmaßnahmen, soziale und kulturelle
Aufgaben, Kinder- und Jugendprojekte, Förderung umweltgerechten Verhaltens usw.
zur Verfügung.
Und
wie wirkt sich diese Senkung bei der Wirtschaft aus? Nach Aussage der Stadtkämmerin
zahlen 37 Prozent aller steuerpflichtigen Unternehmen Gewerbesteuer. Von diesen
37 Prozent verfügen mehr als die Hälfte der Unternehmen über einen
Jahresgewinn, der zum Beispiel bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften
unter 120.000 Mark liegt. Diese Gruppe von klein- und mittelständischen
Unternehmen werden im Jahre 2003 um die „gewaltige Summe“ von jährlich 268
Mark entlastet. Profitieren von diesen Senkungen werden also, was die absoluten
DM-Beträge betrifft, die Großverdiener bei den Unternehmen. Bezogen auf die
Kosten, die solche Unternehmen zu begleichen haben, wird sich der Betrag
prozentual wohl eher hinter der Kommastelle bewegen.
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