Sicherung und Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude „Reduit“ und ehemalige Ortsverwaltung Kostheim

 

Was hat der Magistrat bisher unternommen und was ist beabsichtigt zur Sicherung und Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude „Reduit“ (im Jahr 2007 175 Jahre alt) und ehemalige Ortsverwaltung Kostheim, die von zahlreichen kulturellen Einrichtungen und Vereinen (städtisches Kinder- und Jugendzentrum AKK, Museum Castellum, Heimatmuseum Kostheim u.a.) genutzt werden?

 

 

 (Es wird auch um schriftliche Beantwortung gebeten.)

 

Stadtrat Prof. Pös beantwortete die Frage des Stadtverordneten Bohrer wie folgt:

 

Die Landeshauptstadt Mainz ist Eigentümerin der beiden genannten Objekte, die beide als Einzelkulturdenkmäler i.S.d. § 2 Abs. 1 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes in der Ar­beitsliste zur Denkmaltopographie Wiesbaden III - Die Vororte verzeichnet und Eigentum der Landeshauptstadt Mainz sind, die damit nach den Bestimmungen des Hessischen Denkmalschutzgesetzes für die Erhaltung der beiden Kulturdenkmäler verantwortlich ist.

 

Reduit:

 

Nach Informationen der Abteilung Denkmalschutz und Stadtbildpflege des Stadtplanungs­amtes Wiesbaden sind die Bestandsuntersuchungsarbeiten zur Vorbereitung der statischen Sicherung, Instandsetzung und Restaurierung des Torbogens der Reduit in Mainz-Kastel beauftragt und wurden am 18.09.2006 begonnen. Beauftragt sind das IProD an der Fachhochschule Mainz und das auf Fragen der Ingenieurdenkmalpflege spezialisierte Büro BMI - Bernd Mittnacht Ingenieure aus Würzburg, das u.a. in den letzten Jahren die berühmte karolingische Torhalle in Lorsch bearbeitet hat.

 

Die Voruntersuchungen erfolgen in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden und die­nen der Feststellung der genauen Schäden, der Ermittlung der Schadensursachen, der Festlegung der erforderlichen Instandsetzungsarbeiten und der Kalkulation der Kosten. Für die Durchführung der Arbeiten sind auf dieser Grundlage Zuschussanträge beim Landesamt für Denkmalpflege, der LH Wiesbaden und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vorgese­hen. Antragsteller ist die LH Mainz.

 

Da die Arbeiten seitens der LH Mainz allerdings erst jetzt in Auftrag gegeben werden konn­ten, gehen wir mit Blick auf die Bearbeitungszeiträume für die erforderlichen Voruntersuchungen, Planungen und Kostenberechnungen, die Klärung der Finanzierung incl. der Stellung von Förderanträgen, die Ausführungsplanung und die einzuhaltenden Ausschreibungsfris­ten für die zu vergebenden Handwerkerleistungen sowie die eigentliche Bauausführung allerdings nicht von einer Fertigstellung der Sicherung und Restaurierung vor Herbst 2007 aus.

Grundvoraussetzung für die Projektausführung ist die Sicherung der Gesamtfinanzierung, an der sich das Landesamt für Denkmalpflege Hessen und die LH Wiesbaden wegen der denkmalpflegerischen, kultur- und sozialpolitischen Bedeutung des Bauwerks sicherlich beteiligen sollen. Sobald seitens der Stadt Mainz Aussagen zu den zu erwartenden Gesamtkosten für die erforderlichen Maßnahmen gemacht werden können, wird der Magistrat der LHW seitens der Fachverwaltung über den Sachstand informiert und um Klärung der Bezuschussungsmög­lich­keiten seitens der LHW gebeten werden.

  

Hauptstraße 137, ehem. Ortsverwaltung:

 

Dem AKK-Beauftragten der Stadt Mainz wurde seitens der Denkmalbehörde der LHW bereits vor einiger Zeit der Vorschlag unterbreitet, das Heimatmuseum in die ehemalige Zündholzfabrik in der Hauptstraße 16 umzusiedeln, um dort einen neuen attraktiven Standort in Kombination mit gastronomischer Nutzung und den geplanten Sporteinrichtungen zu entwickeln. Für das Gebäude der ehem. Ortsverwaltung könnte dann eine denkmalgerechte Alternativlösung vorgesehen und die dringend erforderliche Instandsetzung betrieben werden. Dieser Vorschlag wurde nach unseren Informationen bislang seitens der Stadt Mainz allerdings nicht weiterverfolgt.

 

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