Beschäftigung von Personen mit "Arbeitsgelegenheiten" ("1-Euro-Jobber") - 20.09.05

 

1.        Bei welchenTrägern werden zur Zeit Personen mit "Arbeitsgelegenheiten" ("1-Euro-Jobber") beschäftigt?
Wir bitten um eine vollständige Auflistung aller Träger und aller Einsatzorte.

2.        Wie viele Personen ("1-Euro-Jobber") werden bei den einzelnen Trägern an welchen Einsatzorten beschäftigt?
Wir bitten um die Angabe der jeweiligen Zahlen, aufgegliedert nach Trägern und Einsatzorten.

3.        Welche Tätigkeiten werden von diesen Personen an den einzelnen Einsatzorten verrichtet?
Wir bitten um eine nach Trägern und Einsatzorten differenzierte Auflistung mit möglichst genauer Beschreibung der Tätigkeiten und der Angabe der Anzahl der jeweils mit einer Tätigkeit befassten Personen.

4.        Welche Qualififkationen bringen die Personen mit "Arbeitsgelegenheiten" in den verschiedenen Tätigkeiten mit?
Wir bitten um eine nach Schulabschluss, Berufsausbildung und Berufserfahrung gegliederte Auflistung mit einer nachvollziehbaren Zuordnung der Qualifikationen der Personen und der jeweiligen "Arbeitsgelegenheit".

5.        Welche Ziele werden mit den jeweiligen Einsätzen der Personen verfolgt?
Wir bitten um eine differenzierte Beschreibung des Zieles (z.B. die Qualifizierung für eine am regulären Arbeitsmarkt nachgefragte Tätigkeit), das mit der jeweiligen Tätigkeit an dem jeweiligen Einsatzort angestrebt werden soll.

 

 

Zwischenbericht von Stadtrat Hessenauer:

 

Die Beantwortung dieser differenzierter Anfrage benötigt noch Zeit. Wir hoffen, die Fragen bis zum 25.11.05 beantworten zu können.

 

 

Antwort von Stadtrat Hessenauer vom 07.12.2005:

 

1.      Bei welchen Trägern werden zurzeit Personen mit „Arbeitsgelegenheiten" beschäftigt? Wir bitten um eine vollständige Auflistung aller Träger und aller Einsatzorte.

 

Antwort:

Im Folgenden werden alle Träger von Arbeitsgelegenheiten aufgelistet. Die Einsatzorte liegen hauptsächlich im Wiesbadener Stadtbereich. Es werden aber vereinzelt auch Stellen außerhalb des Stadtbereichs im Tagespendelbereich angeboten. Detaillierte Angaben zu den Einsatzorten sind nicht möglich.

1.   Altenhilfe GmbH Wiesbaden

2.   Alten- und Pflegeheim AKK

3.   Arbeiterwohlfahrt AWO

4.   Asklepios Paulinen Klinik

5.   BauHaus Wiesbaden

6.   Büro-Service-Sekretariat (BSS)

7.   Caritas Wiesbaden

8.   Christliches Zentrum Wiesbaden

9.   DBS gemeinn. Schulungs-, Service- u. Dienstleistungsgesellschaft mbH

10. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft DMSG

11. Deutscher Schützenbund e.V.

12. Deutsches Rotes Kreuz

13. Deutscher Kinderschutzbund

14. Diakonisches Werk Wiesbaden

15. DJK Schwarz-Weiß Wiesbaden e.V.

16. Elterninitiative Wurm und Sturm

17. ELW

18. ESWE

19. Ev. Lukasgemeinde

20. EVIM Ev. Verein f. Innere Mission Nassau

21. Freie Christliche Schule Wiesbaden e.V.

22. Fresko

23. GDA Hildastift

24. Hess. Bereitschaftspolizei EG Kiddy e.V.

25. IGS Kastellstraße

26. Initiative Begleitende Arbeitsstätten

27. Johanniter-Unfall-Hilfe

28. Jugendhilfezentrum Johannesstift

29. Justizvollzugsanstalt

30. Kapellen-Stift (Maternus)

 

31. Kasteier Krankenhausverein

32. Kinder- und Beratungszentrum  Sauerland

33. Kinderbauernhof

34. Kindergruppe Omnibus

35. Kinderhaus Elsässer Platz/  Freudenberg

36. Klaus-Mielke-Klinik

37. Kulturpalast

38. Kurbetriebe

39. Lernen und Spaß e. V.

40. Mädchentreff Wiesbaden

41. Nachbarschaftshaus Biebrich e. V.

42. Nassauische Blindenfürsorge

43. Procon Seniorenzentrum gGmbH

44. RSG Reitersport Wiesbaden

45. Schloß Freudenberg

46. Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

47. Seniorenresidenz am Kurpark

48. St. Elisabeth Altenhilfeprojekt

49. St. Josefs-Hospital

50. Stadt Wiesbaden

51. Terre des Hommes

52. Volksbildungswerk Klarenthal

53. Volleyball-Club Wiesbaden

54. VPSM Verein gegen psychosozialen  Stress und Mobbing e. V.

55. Waldorfschule Wiesbaden

56. Wiesbadener Jugendwerkstatt

57. Wiesbadener Tafel

58. Wiesbadener Tennis Hockey Club

59. Xenia

60. Zimmermann (Betreuung Schiersteiner Straße 4)

 

 

 

2.      Wie viele Personen werden bei den einzelnen Trägern an welchen Einsatzorten beschäftigt? Wir bitten um die Angabe der jeweiligen Zahlen, aufgegliedert nach Trägern und Einsatzorten.

 

Antwort:

Im September 2005 waren insgesamt 1.308 Personen in Arbeitsgelegenheiten. Davon waren 106 Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren. Eine Abfrage nach einzelnen Trägern ist mit einem unzumutbar hohen Arbeitsaufwand verbunden. Zudem ändern sich die Personenzahlen pro Träger durch Fluktuation ständig.

 

3.      Welche Tätigkeiten werden von diesen Personen an den einzelnen Einsatzorten verrichtet?

Wir bitten um eine nach Trägern und Einsatzorten differenzierte Auflistung mit möglichst genauer Beschreibung der Tätigkeiten und der Angabe der Anzahl der jeweils mit einer Tätigkeit befassten Personen.

 

Antwort:

In der nachfolgenden Tabelle werden Tätigkeiten in Arbeitsgelegenheiten nach standardisierten Arbeitsbereichen aufgelistet. Eine Auswertung nach Einsatzorten und Trägern ist nicht möglich und aufgrund der häufig wechselnden Tätigkeiten auch nicht sinnvoll.

Alle Tätigkeitsfelder werden jedoch daraufhin geprüft, dass sie im öffentlichen Interesse und zusätzlich sind.

 

Arbeitsgelegenheiten nach Bereichen

Bau                                              56

Büro/Verwaltung                          77

Gastgewerbe/Service                    76

Grünflächen                                188

Handwerk                                  360

Hauswirtschaft                            327

Landwirtschaft                            217

Soziales                                      302

Umwelt/Entsorgung                       25

Verkauf                                        61

Verkehr/Transport                        43

Sonstiges                                        6

Summe                                   1.738

 

4.      Welche Qualifikationen bringen die Personen mit „Arbeitsgelegenheiten" in den verschiedenen Tätigkeiten mit? Wir bitten um eine nach Schulabschluss, Berufsbildung und Berufserfahrung gegliederte Auflistung mit einer nachvollziehbaren Zuordnung der Qualifikationen der Personen und der jeweiligen „Arbeitsgelegenheit".

 

Antwort:

Eine differenzierte Auflistung aller Personen in Arbeitsgelegenheiten ist mit einem nicht zumutbaren Arbeitsaufwand verbunden und verstößt gegen den Datenschutz. Es können hier nur allgemeine Aussagen zu der im SGB II entwickelten zielorientierten Bewerbertypisierung dargestellt werden. Die Personen, die in Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden weisen folgende Merkmale auf:

Bewerbertyp C:

Keine marktgängige berufliche Qualifikation, Motivation vorhanden, soziale Problemlagen, teilweise gesundheitliche Einschränkungen, Brüche in der Erwerbsbiographie.

Bewerbertyp D:

Keine marktgängige berufliche Qualifikation, fehlende oder unsichere Motivation, massive soziale Probleme, psychosoziale und/oder gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Bewerbertyp E:

Keine marktgängige berufliche Qualifikation, Motivation vorhanden, häufig über 55 Jahre alt, häufig psychosoziale und/oder gesundheitliche Beeinträchtigungen.

 

5.      Welche Ziele werden mit den jeweiligen Einsätzen der Personen verfolgt?

Wir bitten um eine differenzierte Beschreibung des Zieles (z.B. die Qualifizierung für eine am regulären Arbeitsmarkt nachgefragte Tätigkeit), das mit der jeweiligen Tätigkeit an dem jeweiligen Einsatzort angestrebt werden soll.

 

Antwort:

Mit jedem Teilnehmer/jeder Teilnehmerin wird im Fallmanagement eine individuelle Zielbestimmung und ein Eingliederungsweg erarbeitet. Dies wird in einer verbindlichen Eingliederungsvereinbarung in jeder einzelnen Akte dokumentiert.

Entsprechend der entwickelten zielorientierten Bewerbertypisierung im SGB II sind die Vorgehensweise und die Zielsetzungen den Bewerbertypen angepasst:

Bewerbertyp C:

Orientierung und Qualifizierung mittelfristig für den 1. Arbeitsmarkt.

Klärung von sozialen und beruflichen Kompetenzen und der Motivation, Förderung der beruflichen Orientierung, Entwicklung eines komplexen Integrationsplanes, Bearbeitung der sozialen Problemlagen.

Bewerbertyp D:

Arbeitserprobung bzw. Arbeitsgewöhnung.

Klärung von sozialen und beruflichen Kompetenzen und der Motivation, Orientierung auf Arbeit, Entwicklung einer ersten Strategie der Integration in Arbeitsgelegenheiten, insbesondere Bearbeitung der sozialen Problemlagen, die ein Arbeitshemmnis

bedeuten.

Bewerbertyp E:

Soziale Stabilisierung durch Eingliederung in Arbeitsprozesse.

Unterstützung bei sozialen Problemlagen und Krisen.

 

 
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