Teilnahme der Landeshauptstadt Wiesbaden am Breitentest zur indikatorengestützten Erfolgskontrolle nachhaltiger Stadtent-wicklung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung
(siehe auch www.staedte-der-zukunft.de)

 

Fragen der LiLi und Antworten von Herrn Dezernent Grella:

 

Frage 1: Welches städtische Gremium bzw. welche städtische Verwaltungseinheit hat die Entscheidung getroffen, als Teststadt an diesem bundesweiten Projekt teilzunehmen?

 

Das Amt für Wahlen, Statistik und Stadtforschung hat sich im Auftrag von Dezernat VII und dem Oberbürgermeister um eine Teilnahme an dem Pilotprojekt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen beworben.

 

Frage 2:Mit welchem Ziel wurde diese Entscheidung getroffen?

 

Die Stadt Wiesbaden profitiert als Teilnehmer an dem Pilotprojekt von den Ergebnissen eines bundesweiten Forschungsprogramms, das die Entwicklung von Indikatoren zur Messung der Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung zum Gegenstand hatte. Sollten sich die entwickelten Indikatoren auch für Wiesbaden als tragfähig erweisen, so könnten diese den Grundstock für ein künftiges Monitoringsystem zur Beobachtung der Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung bilden.

 

Frage 3: Welche Verwaltungseinheit übernimmt die Federführung bei der Erhebung und öffentlichkeitswirksamen Auswertung der gewonnenen Indikatorwerte? Wer ist konkreter Ansprechpartner für künftige Nachfragen der Linken Liste Wiesbaden und interessierter BürgerInnen?

 

Die Federführung für die Teilnahme am Breitentest liegt beim Amt für Wahlen, Statistik und Stadtforschung. Der Breitentest dient allerdings nicht der „öffentlichkeitswirksamen Auswertung der gewonnenen Indikatorenwerte“. Vielmehr gilt es, „die Praxistauglichkeit der entwickelten Indikatoren zu testen“, also methodische und/oder datentechnische Schwierigkeiten beim Füllen der Indikatoren aufzuzeigen.

 

Ansprechpartnerin für die Teilnahme am Breitentest ist die Leiterin des Amtes für Wahlen, Statistik und Stadtforschung, Frau Dr. Dollinger.

 

Frage 4:Welche Schwierigkeiten sind zum jetzigen Zeitpunkt bei der Bereitstellung der Zahlenbasis für die einzelnen Indikatoren erkennbar?

 

Insgesamt sind 24 Indikatoren aus fünf Handlungsfeldern zu testen. Etwa 1/3 der Indikatoren lässt sich für die Stadt Wiesbaden problemlos bereitstellen. Dort wo es Schwierigkeiten gibt, wird nach einer Lösung gesucht. Wir gehen davon aus, dass sich im Endeffekt ca. 70 – 80 % der Messgrößen mit Wiesbadener Daten füllen lassen werden.

 

Frage 5: Wie und wann werden die Stadtverordneten und die ehrenamtlich Tätigen im Agenda-21-Prozess der Stadt Wiesbaden über die Teilnahme am Indikatorenprojekt, über die Ziele, die damit verbunden sind, und über die zukünftig periodisch gewonnenen Daten in Kenntnis gesetzt?

 

1.      Zunächst gilt es bis Ende November 2002 den Methodentest abzuschließen. Sinnvolle Nachhaltigkeitsindikatoren werden ab 2003 in den Statistischen Berichten des Amtes für Wahlen, Statistik und Stadtforschung publiziert und stehen damit allen Interessierten aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zur Verfügung.

2.      Im Rahmen der Pilotstudie soll darüber hinaus der Nutzen der Indikatoren für die Messung der Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung überprüft werden. Dazu wird 12 in Kooperation mit 36 eine schriftliche Delphi-Umfrage zur Qualität und Akzeptanz des vorgeschlagenen Indikatorensets durchführen. Politische Akteure werden genau so einbezogen werden wie am Agenda-Prozess Beteiligte. Aber auch für die Delphi-Umfrage gilt: Das Projekt beschränkt sich zunächst auf methodische Aspekte und soll die künftige Bereitstellung von Informationen zur Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung verbessern. Die Teilnahme am Breitentest ist mit keinen inhaltlichen Diskussionen verbunden.

 

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